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Technik - Reifen - Tires
REIFEN - TIRES

Wann immer man Reifen auf einer Viper sieht, die "alt" sind, bitte daran denken, dass die paar Quadratzentimeter Kontaktfläche über Haftung und Abflug entscheiden!!! Wir haben in Boxberg 2009 wieder einen Viperbesitzer/-fahrer sagen müssen, dass die "neuen" Reifen, die er da gerade von einem Händler gekauft hat, bereits fünfeinhalb JAHRE alt sind....traurig, dass diese Händler mit dem Leben der Viperfahrer so leichtfertig umgehen!

Also! Bitte beachtet die DOT-Nummern.
Die letzten vier Ziffern im Oval zeigen das Herstellungsdatum:

(0709) bedeutet in der 7.ten Woche 2009 produziert!

Lasst Euch keine alten Reifen als Neue andrehen!





Reifen - ABC (von Jon Brobst [JonB]) - übersetzt von M. Reinhardt

PartsRack, Inc. begann mit dem Auseinandernehmen verunfallter Viper, um rettenswerte Teile zu erhalten, im Jahre 1998. Seit damals bemerken wir einen "gemeinsamen Nenner" bei der Vielzahl der organspendenden Autos, die wie zerlegen. Die Reifen sind "Mist". Alt, abgenutzt, hart, oder Mischbereifung. Wir haben Viper mit einem neuen Hinterreifen und mit einem alten Hinterreifen gesehen. Erschreckende Beispiele, die zu kopfüber liegenden Viper führen können.

Für den Fall, dass Ihr die Kontaktflächen Eurer Viper mit der Straße nicht überwacht, fordert Ihr wirklich ernste Probleme heraus. Der Reifenkontakt zur Straße ermöglicht eine direkte Rückkopplung zu Euren Sinnen, mittels Eurer Hand-, Fuß-, Schulter- und Hintern-Rezeptoren (das sogenannte Popometer). Wenn Deine Reifen den Kontakt verlieren, fühlst Du es mit Deinem Popometer, Deinem Gleichgewichtsorgan, bestehend aus den Augen und dem Innenohr. Es ist sehr wichtig, einen guten Satz von Reifen auf dem Auto montiert zu haben, die alle die gleichen Signale zu Deinem Popometer senden.

Das Alter der Reifen ist sehr wichtig. Jeder Reifen hat eine DOT-Nummer, die die Woche und das Jahr der Produktion angibt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat belegt, dass 6 bis 8 Jahre alte Reifen Ihren Lebenszyklus bei weitem überschritten haben, auch wenn noch genügend Profil vorhanden sein sollte. Sonnenlicht, Sauerstoff, Ozon, Temperaturschwankungen und andere atmosphärische Faktoren, kombiniert mit den Erwärmungszyklen beim Fahren, arbeiten alle zusammen, um Deine Reifen verhärten zu lassen. Drei Jahre alte Rennreifen können demnach deutlich schlechter sein als drei Jahre alte Serienreifen.

Die Reifenkonstruktion und das Profil sind kritische Faktoren. Besitzer wollen das Ausnutzen der Reifen maximieren, so dass Sie oft zwei abgefahrene Hinterreifen ersetzen, aber die alten, harten und nicht zu den Hinterreifen passenden Frontreifen behalten. Das Austauschen der Hinterreifen führt fast sicher zu einer Überforderung der alten Frontreifen, die bereits verhärtet sind. Dein Popometer sagt Dir, dass das Heck wunderbar auf die Straße zementiert ist, aber die Front kann diesen ungedeckten Scheck, den Dein Popometer hier ausstellt, nicht einlösen! Und wenn dann noch ein anderes Profil oder andere Seitenwände dazu kommen, riskierst Du eine Katastrophe: Mischbereifung führt zu einem unterschiedlichen Handling.

Das Mischen von RUN-FLATS vorne mit neuen PS-2 hinten ist ebenso ein Problem. Das gleiche gilt für GEN-I und -II SPORT vorne und neuen PS-2 hinten. Die PS-2 sind asymmetrische, nicht richtungsgebundene Reifen. Der SPORT ist ein symmetrischer und richtungsgebundener Reifen. Falls Du diese Reifen auf Deinem Auto gemischt benutzt, so verhalten sie die vorderen Reifen in der Kurve vollständig anders als wie die hinteren Reifen. Die Seitenwände der Reifen verformen sich anders und der GRIP der Reifen ist total unterschiedlich.

Wichtig ist: bei Rennstreckenevents ist die Aufmerksamkeit des Fahrers bei 110 Prozent. Die Fahrer ahnen dann das Ausbrechen und den Kontrollverlust voraus. Nicht passende Reifen sind dann auf der abgesperrten Rennstrecke weniger beängstigend, da die Fahrer entsprechend aufmerksamer sind. Wenn Du jedoch eine Überraschung (Traktionsverlust, Verschmutzung, Tiere, Idioten) auf der Straße oder der Autobahn erfährst, bist Du NICHT 110 Prozent aufmerksam. In einem Notfall ist es wahrscheinlicher, dass Du mit Mischbereifung oder unpassenden Reifen zu stark oder zu wenig korrigierst und die Kontrolle verlierst. Einige solche Geschichten genau dieser Vorkommnisse können in den Viperforen nachgelesen werden.

Falls Du einen nicht reparierbaren Reifen hast, dann installiere bitte nicht einen einzelnen nagelneuen Reifen gegenüber einem teilweise abgenutzten Reifen, der weniger Profil hat. Du erzeugst damit einen "Taumler", der das Fahrzeug immer auf die niedrigere Seite hin zieht, und zwar sowohl beim Bremsen als auch beim starken Beschleunigen. Die NASCAR-Teams nutzen diesen Effekt aus und geben in den hinteren rechten Reifen wenig Luftdruck, um den Zieheffekt zu erhalten, so dass das Fahrzeug immer leicht nach links lenkt. Falls Du also einen nagelneuen Reifen mit einem abgenutzten Reifen mischt, der weniger Profil hat, gehst Du ein großes Risiko ein.

Bitte achtet auch genau auf den Luftdruck in den Reifen. Bei fast jeder Viper-Ausfahrt, bei der ich dabei bin, ist einer, der einen nahezu platten Reifen fährt und diese Fahrer scheinen keine Ahnung zu haben. Ein Reifen mit zu wenig Luft führt zu einem Unfall! Mach es zu einer regelmäßigen Übung, rund um das Auto zu gehen, vor jeder Fahrt, und insbesondere wenn Du das Auto eine Woche lang nicht gefahren haben solltest. Das Mitführen eines Druckmessers ist zu empfehlen. Prüfe den Reifendruck zumindest einmal im Monat.

Für die Viper gibt es eine größere Auswahl an Reifen und Profilformen in 18". Für andere Größen gilt das nicht. Du hast mehr Kontrolle mit der richtigen Reifenwahl. Glücklicherweise sind für alle Baujahre zwischen 1992 und 2008 18"-Räder verfügbar, die auf die Viper passen, wobei es nur bei den SRT-Modellen wegen der Handbremse kleine Einschränkungen gibt. Das Gewicht der Räder/Reifen ist ebenso wichtig. 18"-Räder sind im allgemeinen die Leichtesten. Eine bessere Beherrschung des Autos kann mit den leichteren Rädern erreicht werden, so dass es einfacher ist zu Lenken und zu Bremsen, mit einem besseren Gefühl über und für die Lenkung und die Aufhängung. Besseres Beschleunigungs- und Abbrems-Verhalten resultiert aus den geringeren rotierenden Massen.

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